Studie zur Wirkung von Massage bei generalisierter Angststörung

Die generalisierte Angststörung tritt bei fast 6 % der Bevölkerung auf. Viele Betroffene suchen nach ergänzenden oder alternativen Behandlungsformen, da konventionelle medikamentöse oder psychotherapeutische Therapien nicht in allen Fällen ausreichend wirksam sind.

In diesem Kontext werden auch Körpertherapien wie die Schwedische Massage eingesetzt. Eine aktuelle Studie zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass die Patientinnen und Patienten nach Abschluss einer Therapiephase mit mindestens zwölf Behandlungen über einen längeren Zeitraum nachbeobachtet wurden. Die Ergebnisse wurden mit einer Kontrollgruppe verglichen, die lediglich leichte Berührungen erhielt.

Die Auswertung der Fragebögen zum Wiederauftreten der Symptomatik deutet darauf hin, dass die positiven Therapieeffekte bei den behandelten Patientinnen und Patienten bis zu einem Jahr lang auch ohne weitere therapeutische Interventionen erhalten blieben.

Diese Ergebnisse stehen im Einklang mit den Befunden von Baumgart et al. (2020). In einer kontrollierten Studie konnten die Autorinnen und Autoren ebenfalls überdauernde Effekte einer „psychoregulativen Massage“ bei Patientinnen mit somatischem Rückenschmerz und Depression nachweisen.

Link zur Veröffentlichung:

Rapaport, M. H., Schettler, P. J., Larson, E. R., Edwards, S. A., Dunlop, B. W., Rakofsky, J. J., & Kinkead, B. (2023). A preliminary descriptive report of the longevity of the effects of Swedish Massage therapy for subjects with Generalized Anxiety Disorder. Journal of Bodywork and Movement Therapies, 33, 176-181. https://doi.org/10.1016/j.jbmt.2022.11.001