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Update: Berührungsmedizin – “Bei allen psychosomatischen Erkrankungen gibt es körperliche Befunde!” (Dr. Helga Pohl)

7. September | 20:00 - 21:00

Wir freuen uns, Sie zu unserem nächsten Vortrag in der Reihe “Update: Berührungsmedizin” einladen zu dürfen.

Thema: Bei allen psychosomatischen Erkrankungen gibt es körperliche Befunde! Nur sind sie nicht innen, wo sie empfunden werden – sondern außen in Muskeln und Bindegewebe.
Referent: Dr. Helga Pohl, Psychologische Psychotherapeutin, Begründerin der Pohltherapie®, Starnberg
Datum: 07.09.2026
Uhrzeit: 20:00 Uhr
Ort/Format: Online via Zoom

Hinweise zur Teilnahme

  • Mitglieder der DGfBM: Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Sie erhalten den Zugangslink automatisch vorab per E-Mail.
  • Externe Gäste: Interessierte Gäste von außerhalb sind herzlich willkommen! Um die Zugangsdaten zu erhalten, bitten wir um eine Anmeldung unter: info@dgfbm.de

 

Wir freuen uns auf den Gedanken- und Erfahrungsaustausch mit Ihnen!

 

 

Abstract der Referentin:

„Psychosomatische Erkrankung“ ist in Deutschland inzwischen die am häufigsten gestellte ärztliche Diagnose. Allerdings handelt es sich dabei meist um eine reine Ausschlussdiagnose, die nur besagt, dass man bei den Patient*innen, die über körperliche Beschwerden klagen, keine passenden medizinischen Befunde erheben konnte und daher keine Erklärung für die Beschwerden des Patienten hat. Schwer leidende Patient*innen fühlen sich mit dieser Diagnose meist gründlich missverstanden, denn sie empfinden ihre Beschwerden ganz real körperlich und begeben sich ungern in psychotherapeutische Behandlung.

Ich habe früher als Psychoanalytikerin vereinzelt mit solchen Patient*innen gearbeitet, bis ich selbst aufgrund eigener Rückenschmerzen, gegen die weder ein medizinisches noch ein psychologisches Kraut gewachsen war, mich den körpertherapeutischen Verfahren zuwandte und in der Folge anfing, meine Patient*innen genauer anzuschauen und vor allem auch anzufassen – was in der Psychoanalyse tabu war.

Bei der Untersuchung mit sehenden Augen und spürenden Händen stieß ich auf jede Menge körperliche Befunde, nur sind diese nicht innen („Im Magen“, im Kopf“ usw.) – wo sie gespürt und von den Ärzten vergeblich gesucht werden, sondern außen in Muskeln, Faszien, Bindegewebe. Dort sind sie als Einziehungen, Bewegungseinschränkungen und Fehlhaltungen sichtbar und als Verfestigungen und oft als kalte Partien in Muskeln und Bindegewebe tastbar.

Von diesen Entdeckungen ausgehend stelle ich eine neue Sichtweise vor, bei der psychosomatische Beschwerden als Störungen der Somatosensorik und der Sensomotorik begriffen werden. Ich führe die Teilnehmer*innen durch verschiedene Untersuchungsschritte, durch die sie diese Sichtweise mit eigenen Händen an sich selbst und andren nachvollziehen können. Und ich stelle ein neues Modell der Körper-Seele-Verbindung dar sowie eine neue Methode zur Behandlung psychosomatischer Störungen: die Sensomotorische Körpertherapie nach Dr. Pohl® (Pohltherapie®). Sie umfasst neurobiologische, manuelle, übende und mentale Methoden, bei denen die Patient*innen immer aktiv in die Behandlung einbezogen werden.

Details

  • Datum: 7. September
  • Zeit:
    20:00 - 21:00

Veranstaltungsort

  • Online via Zoom