Aktuelles

Seminar von G. M.Kiebgis und Prof. Müller-Oerlinghausen

Januar 2024 Vom 11. bis 14. April 2024 gestalteten zwei Mitglieder unserer Gesellschaft – Gabriele Mariell Kiebgis und Prof. Dr. Bruno Müller-Oerlinghausen – ein Seminar am Bodensee, in dem spezielle Techniken der psychoaktiven Massage, die auf der Grundlage wissenschaftlicher Studien bei depressiven Patienten/innen zur Anwendung kommen konnten, gelehrt wurden. Näheres unter : www.koerpertherapie-am-bodensee.de/seminar-psychoaktive-massage-bei-depression

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Berührungsmedizin auf dem Deutschen Kongress für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie

März 2024 Der diesjährige Deutsche Kongress für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie (Berlin) stand unter dem Motto „Psyche und Körper in beschleunigten Zeiten“. Vom Körper wurde freilich während der drei Kongresstage relativ wenig gesprochen, abgesehen von einem gut besuchten  Symposion unserer Gesellschaft zum Thema: „Berührungsmedizinische Ansätze in der Therapie psychischer Erkrankungen“. Thematischer Schwerpunkt der fünf Einzelvorträge unserer Mitglieder war die körperorientierte Therapie der Depression und anderer psychischer Erkrankungen in Form spezieller  psychoaktiver Massage.Prof. Dr. med. Bruno Müller-Oerlinghausen (Berlin) zusammen mit seinem Koautor, dem Gesundheitswissenschaftler Michael Eggart M.A. (Ravensburg) stellte einleitend modernes Wissen über die Leibbezogenheit depressiver Störungen („eine seelisch-körperliche Dauerkontraktion“) und die derzeit meist diskutierten Wirkmechanismen antidepressiv wirksamer Massagen, z.B. der Slow Stroke Massage vor, deren Wirksamkeit er in einer aufwendigen Studie an stationären depressiven Patienten/innen beweisen konnte.Dr. med. Michaela Arnold (Würzburg) demonstrierte anhand einer eigenen Studie die Überlegenheit affektregulierender Massagetherapie gegenüber dem Entspannungsverfahren der PMR und beeindruckte das Publikum durch die Wiedergabe originaler Aussagen ihrer Patienten/innen. (“Habe meine Beine und Füße zum ersten Mal wieder gespürt. Mein Panzer wird wieder weicher. Herz geöffnet – hat mir geholfen, wieder zum ganzen Menschen zu werden…“ )Die Physiotherapeutin Dr. Sabine Baumgarten gemeinsam mit dem Schmerzexperten Prof. Jürgen Lorenz (beide Hamburg) demonstrierte anhand der Daten ihrer Studie die klare Überlegenheit und drei Monate anhaltende antidepressive und schmerzlindernde Wirksamkeit von zehn Behandlungen mit der von ihr entwickelten psychoregulativen Massage im Vergleich zu klassischer Massage bei Patientinnen mit psychosomatischem Rückenschmerz und Depression.Romy Rittweg M.A., Gesundheitswissenschaftlerin mit Schwerpunkt Pflege (Ravensburg) erläuterte ein innovatives Forschungsprojekt am Zentrum für Psychiatrie der Universität Ulm, das die Möglichkeiten von Pflegekräften, trainierte spezielle manuelle Berührungstechniken in ihrem pflegerischen Alltag  z.B. auf geriatrischen oder palliativmedizinischen Stationen anzuwenden, untersucht. Die positive Akzeptanz des Projekts, sowohl bei den Patientinnen und Patienten, als auch bei den Pflegekräften ist eindrucksvoll.Dipl. Psych. Michael Gerlach (Oberstaufen), Leitender Psychotherapeut, erläuterte das Konzept der Social Baseline Theory  (SBT) von James Coan und seine praktische Umsetzung in der therapeutischen Gemeinschaft einer psychosomatischen Klinik. Signale sozialer Sicherheit, die durch Berührung vermittelt werden, spielen dabei eine wichtige und den individuellen Patienten von innerpsychischen Konflikten entlastende Rolle.

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Leserbrief im Ärzteblatt

Oktober 2023 Am 26.10. wurde ein Leserkommentar unserer zweiten Vorsitzenden im deutschen Ärzteblatt veröffentlicht. Darin ist sie auf das Thema Sporttherapie bei Depression eingegangen und hat ergänzt, dass berührungsmedizinische Interventionen ebenso berücksichtigt werden sollen. Gerade wenn sich der/ die Betroffene in einem schwer antriebslosen Zustand befindet, ist ein niederschwelliger Ansatz sinnvoll, um ein besseres Körpergefühl und damit einhergehend eine höhere Eigenmotivation zu fördern. 

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Interview in NZZ

September 2023 Das Thema Berührung und insbesondere die Anwendungsmöglichkeiten von therapeutischer Berührung (z.B. in der Psychiatrie) sind inzwischen auch in mancher Tagespresse angekommen. So erschien am 02.09.23 In der internationalen Ausgabe der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ) ein ausführlicher Artikel zum Thema Berührung in der Sektion Forschung & Wissenschaft. Das Interview wurde mit unserem 1. Vorsitzendem, Herrn Prof. Bruno Müller-Oerlinghausen geführt und gibt einen gelungenen Einblick in die Thematik. Unter der Überschrift „Bitte mal anfassen – warum wir mehr Berührung brauchen”, geht die Autorin Johanna Bayer darin auch auf wichtige deutsche Untersuchungen ein.  Sie schließt mit einem Zitat von Paracelsus: „Die beste Arzney für den Menschen ist der Mensch.“

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Fortbildungstag in Würzburg 

27.Juli.2023 Am 27. Juli fand eine Fortbildung zum Thema “Massagetherapeutische Pflegeintervention” als Kooperation der DGfBM und dem ZfP Südwürttemberg statt. Der Ärztliche Direktor, Herr Prof. Dr. Juan Valdés-​Stauber war mit 15 Mitarbeitenden aus den Bereichen Psychiatrie, Neurologie und Geriatrie nach Würzburg gekommen, um sich über die therapeutischen Möglichkeiten berührungsmedizinischer Ansätze im klinischen Alltag zu informieren. Unsere Vorsitzenden, Herr Prof. Bruno Müller-Oerlinghausen, Frau Dr. Michaela Maria Arnold, sowie Herr Norbert Hemrich führten durch den gelungenen Fortbildungstag. Eine Fortsetzung dieser erfolgreichen Zusammenarbeit ist für Herbst diesen Jahres geplant.

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1. Geburtstag der DGfBM

5. Juli 2023 Wir freuen uns, den ersten Geburtstag der DGfBM feiern zu können. Genau vor einem Jahr konnten wir die Gründungsversammlung der “Deutschen Gesellschaft für Berührungsmedizin” in Würzburg abhalten. Seitdem hat sich viel getan; wir haben nicht nur einige bürokratische Hürden erfolgreich genommen, sondern haben uns aktiv der Förderung und Erforschung von Berührungsmedizin gewidmet. Unter anderem haben wir ein interessantes Fortbildungs- und Forschungsprojekt mit einem großen Klinikverbund in Baden-Württemberg initiiert. Dabei möchten wir die Wirkung einer “Massagetherapeutischen Pflegeintervention” innerhalb einer qualitativen Studie wissenschaftlich untersuchen. Weitere Neuigkeiten dazu werden demnächst hier veröffentlicht. 

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