Berührungsmedizin als „Lifestyle-Psychiatrie“?

In der aktuellen Ausgabe der „Nervenheilkunde“ findet sich ein interessanter Beitrag der bekannten schwedisch-deutschen Berührungsforscherin Rebecca Böhme, der u.a. auch einen Blick auf psychiatrisch relevante Aspekte der derzeitigen Berührungsforschung wirft. Die Arbeit analysiert neurobiologische Mechanismen, wie C-taktile Afferenzen, sowie deren Bedeutung für Stressregulation und die Implementierung von Berührungsinterventionen in der Therapie.

So wichtig wir es finden, dass ein berührungsmedizinischer Aspekt in einer weitverbreiteten Fachzeitschrift thematisiert wird, so falsch erscheint der DGfBM die Ressortierung dieses Beitrags unter dem Begriff einer „Lifestyle-Psychiatrie“. Dies lässt den so wichtigen und viele medizinische Indikationen betreffenden medizinischen Aspekt der Berührung in einem missverständlichen Kontext erscheinen.

Link zur Veröffentlichung:

Böhme, R. (2026). Von Körperschema bis Co-Regulation. Nervenheilkunde, 45(5), 303-312. https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/abstract/10.1055/a-2839-1429